Spitzenjournalist und "Vera exclusiv" Chefredakteur beging Selbstmord. 

 Günter Stampf im Alter von 43 Jahren gestorben. 

Schon wieder eine traurige Nachricht aus der deutschen Medien-Branche. Fernsehproduzent und Topjournalist Günter Stampf, Gründer und Geschäftsführer der erst kürzlich in die Insolvenz gegangenen Hamburger Produktionsfirma Stampfwerk, ist im Alter von nur 43 Jahren gestorben.
Mitte Juli ging es einfach nicht mehr: Die Hamburger Produktionsfirma Stampfwerk musste Insolvenz anmelden. "Wir haben permanent Projekte angeschoben und mit bestimmten Formaten gerechnet, die in unsere Planungen eingeflossen sind. Die sind nun aber leider verschoben worden oder kommen gar nicht mehr zum Tragen", erklärte Geschäftsführer Günter Stampf noch am 12. Juli im Gespräch mit DWDL.de. Da zeigte er sich noch zuversichtlich. "Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang bei Senderverantwortlichen, die uns Mut zugesprochen und Unterstützung zugesichert haben. In schwierigen Zeiten ist das eine besondere Geste. Wir sind hoch motiviert, weil ich auf die Kreativität und den Erfolg der bisher verantworteten Formate setze", so Stampf vor zweieinhalb Wochen.
An diesem Montag jedoch kommt eine traurige Nachricht aus Hamburg: "Am Samstag, den 28.7. ist Günter Stampf überraschend aus dem Leben geschieden", teilt das Unternehmen am Montag wohlformuliert mit. Der gebürtige Österreicher hinterlässt eine Produktionsfirma mit langer Historie. Seit über zehn Jahren produzierte das Stampfwerk diverse Formate für die Daytime, darunter "Mitten im Leben" oder "Die Schulermittler" für RTL, "We are family" bei ProSieben oder "Liebe im Paradies" für RTL II. Neben diesen Programmen entstanden bei Stampfwerk auch die Dokumentationen "Der Kannibale von Rotenburg" und "Der Amoklauf von Erfurt" für RTL sowie eine "Telebörse Extra"-Reihe für n-tv. Darüber hinaus entstanden auch mehrere crossmediale Projekte.
"Das Ziel ist die Ausschöpfung der vollen medialen Verwertungskette von der Konzeption und dem Rechteerwerb über die Realisation bis hin zum Merchandising", schreibt das Unternehmen selbst über sich. Das bedeutete bei Günter Stampf immer wieder auch die Verknüpfung seiner früheren Tätigkeit als Boulevardreporter mit seiner Produzententätigkeit. Lange Zeit arbeitete Stampf als Journalist für BUNTE und BILD. Das machte ihn, wie auch einige seiner Produktionen nicht unumstritten, doch der Kritik hat Stampf stets standgehalten. Das mögliche Scheitern seines Lebenswerkes, die Insolvenz der Stampfwerk GmbH, machte ihm jedoch zu schaffen. Die Fernsehbranche verliert zweifelsohne einen markanten, engagierten und kreativen Fernsehmacher. Günter Stampf hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.
Fotos: ©ABCpix.net
 JF ABC-Onlinemagazin 01.08.2012
 

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