RON MUECK UND DER THESEUSTEMPEL IM WIENER VOLKSGARTEN ODER A MAN IN A BOAT. - Ein Bericht von PETER MARKL

 
Wer sich noch an den Fantasyfilm „Die Reise ins Labyrinth“ von 1986 erinnern kann, weiß wohl auch, dass die Rollen mit Animatronicts (Muppet-Puppen der neuen Generation) besetzt wurden. Schöpfer dieser plastischen und lebensechten Figuren war unter anderen der australische Künstler Ron Mueck, der jetzt in London lebt und arbeitet. 1958 wurde Ron Mueck als Sohn deutscher Eltern, die beide als Spielzeughersteller arbeiteten, in Melbourne, Australien, geboren. Bereits als Heranwachsender fertigte er aus verschiedenen Materialien und Techniken in der Garage Puppen und phantastische Geschöpfe. Vom Unterricht in der Highschool abgesehen, hat er keine formelle künstlerische Ausbildung. Mueck wurde durch seine aus Fiberglas, Silikon und Leim gestalteten überdimensionalen Plastiken von Menschen international bekannt. Als Thema wählte er die gravierendsten Lebensabschnitte der Spezie Mensch: Die Geburt, die Jugend, das Leben, das Altern und das Sterben. Kunstkenner und Filmemacher bescheinigen dem Künstler eine naturgetreue Gestaltungsweise, wie sie bisher nicht zu finden war. Die Artleader hatten auch sogleich eine Bezeichnung für diese neue Kunstrichtung gefunden: Den Hyperrealismus. Anläßlich einer Ausstellung in der National Gallery London meinte Mueck: „Ich wollte etwas machen, dem ein Foto nicht gerecht werden würde und obwohl ich viel Zeit mit der Oberfläche verbringe, ist es doch das Innenleben, das ich einfangen möchte. Meine Arbeiten sind mein Statement.“
Nach der Eröffnung eines Werbefotostudios war der Künstler gar nicht glücklich, er wollte sich viel mehr künstlerisch betätigen und dazu war 1997 die Gelegenheit gekommen, als er durch seine Schwiegermutter, Paula Rego, ebenfalls Künstlerin, bei einer Vernissage Charles Saatchi kennenlernte. Saatchi begeisterte sich für seine Figuren, sammelte sie selbst und gab neue in Auftrag. Mueck wurde mit einem Schlag als internationaler Künstler weltbekannt und die Museen rissen sich um seine Werke, von denen keines mehr unter 800.000 EUR zu haben war. Weitere Ausstellungen in Venedig, Berlin, Rio de Janeiro, Paris, New York und Washington folgten. Erstmals in Österreich kommt heuer auch Wien dazu, denn das rührige Kuratorium (Jasper Sharp) des Kunsthistorischen Museums stellt in der Dependance im Theseustempel beim Volksgarten Wien im Rahmen der Ausstellungsreihe zur zeitgenössischen Kunst das Werk „Man in a Boat“ von Ron Mueck vor, eine Arbeit die während eines Stipendienaufenthalts an der National Gallery in London in den Jahren 2000 bis 2002 entstand.

 
FOTOS UND TEXT PETER MARKL
 
 PM ABCpixNEWS 27-07-2016
Fotos. ©ABCpix.net/ Peter Markl/ Saatchi/ Pinterest/ Doveniv
 
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